
Betriebsauflösung · Hessen & Baden-Württemberg
Räumungsfirmen rechnen den Maschinenwert gegen ihre Rechnung an. Wir kaufen die Maschinen und zahlen aus. Verbindliches Angebot, Zahlung vor Abholung, Demontage und Transport durch uns.
MBR Machinery-Gruppe · seit 2020
Bei einer Betriebsauflösung treffen Sie auf zwei sehr verschiedene Anbietertypen, die nach außen ähnlich klingen. Ein Räumungs- oder Entrümpelungsunternehmen verkauft Ihnen eine Dienstleistung: Es räumt die Halle und stellt dafür eine Rechnung. Was an Ihrem Inventar noch Wert hat, wird „wertangerechnet" — also von dieser Rechnung abgezogen. Am Ende steht im besten Fall eine kleine Zahl, im Normalfall zahlen Sie drauf.
Ein Ankäufer dreht das um: Wir bewerten den Maschinenpark, kaufen ihn und zahlen Ihnen den Kaufpreis. Demontage, Verladung und Transport sind in dieser Kalkulation bereits enthalten, eine Verkäuferprovision gibt es nicht. Bei einem Zerspanungsbetrieb mit gängigen CNC-Maschinen ist das Ergebnis für den Verkäufer in aller Regel positiv.
Ehrlich dazu: Bei einer Halle voller stark abgewirtschafteter Maschinen ohne Wiederverkaufskanal kann die Rechnung auch andersherum aufgehen. Dann sagen wir Ihnen das vor der Unterzeichnung — und in dem Fall ist ein Verwerter oder Räumungsdienstleister tatsächlich der richtige Ansprechpartner, nicht wir.
Die Begriffe werden durcheinander verwendet, meinen aber Unterschiedliches:
Für den Maschinenverkauf ist der Ablauf in allen Fällen ähnlich. Unterschiedlich sind Fristen, wie viel Vertraulichkeit nötig ist und wer intern entscheidet.
Wir arbeiten in Hessen und Baden-Württemberg — mit Sitz in Eschborn im Rhein-Main-Gebiet. Städte und regionale Schwerpunkte finden Sie auf den SeitenHessen und Baden-Württemberg.
Verkaufswege
Es gibt keinen Verkaufsweg, der immer der beste ist. Welcher für Sie richtig ist, hängt an drei Fragen: Wie viel Zeit haben Sie? Wie viel Aufwand können Sie intern leisten? Und wie sehr stört es Sie, wenn am Ende doch kein Verkauf zustande kommt?
| Kriterium | Direktverkauf an einen Ankäufer | Industrieauktion | Eigenvermarktung |
|---|---|---|---|
| Nettoerlös | Kalkulierbar, unterhalb des Endanwender-Preises — der Käufer trägt Risiko, Lager und Weiterverkauf | Offen nach oben und unten; abzüglich Provision und Aufgeld-Regelung | Potenziell am höchsten, wenn Sie den Endanwender selbst finden |
| Zeit bis zum Geld | Tage bis wenige Wochen; Zahlung vor der Abholung | Wochen bis Monate: Katalogisierung, Besichtigung, Auktion, Zahlungseingang, Auskehrung | Offen. Wochen bis über ein Jahr, je nach Baureihe |
| Preissicherheit | Hoch — verbindliches schriftliches Angebot, sieben Tage gültig | Gering bis mittel. Limit möglich, aber ein nicht erreichtes Limit heißt: kein Verkauf | Mittel. Hängt an der Verhandlung und daran, wie eilig Sie es haben |
| Aufwand für Sie | Gering: Daten und Fotos liefern, Termin freigeben | Mittel: Bestandsaufnahme, Katalogfotos, Besichtigungstage, Räumungsfenster | Hoch: Inserat, Anfragen, Besichtigungen, Verhandlung, Vertrag, Logistik |
| Vertraulichkeit | Hoch; NDA möglich, kein öffentliches Inserat | Gering — öffentlicher Katalog mit Adresse, Fotos, Besichtigungsterminen | Gering bis mittel; Ihr Maschinenpark wird online sichtbar |
| Risiko, dass nichts verkauft wird | Nach Annahme des Angebots keines | Real: einzelne Lose bleiben liegen oder erreichen das Limit nicht | Real — und Sie merken es erst nach Monaten |
| Demontage und Transport | Organisiert und verantwortet der Käufer | In der Regel Käuferpflicht im Räumungsfenster — was nicht abgeholt wird, bleibt Ihr Problem | Verhandlungssache, oft bei Ihnen |
| Provision / Kosten | 0 % Verkäuferprovision | Provision, Aufgeld- und Nebenkosten je nach Haus — schriftlich geben lassen | Inserats- und ggf. Vermittlungskosten, plus Ihre interne Zeit |
Wenn ein kompletter Betrieb aufgelöst wird und neben den Maschinen viel Kleinteiliges dazugehört — Werkzeuge, Spannmittel, Regale, Stapler, Büroausstattung —, bündelt eine Auktion in einem Termin, was sonst zwanzig Einzelverhandlungen wären. Sie ist außerdem stark, wenn ein öffentlich dokumentierter Verwertungsprozess verlangt wird, etwa gegenüber Gläubigern. Die Kehrseite gehört dazu: Ein Los, das niemand haben will, wird nicht besser, wenn drei Leute nicht bieten — und die Räumungsfrist läuft trotzdem.
Wenn Sie eine gefragte Maschine verkaufen, sechs bis zwölf Monate Zeit haben, jemanden im Haus haben, der Besichtigungen und technische Rückfragen übernimmt, und die Halle ohnehin steht — dann können Sie den Zwischenhandel überspringen und den Endanwenderpreis realisieren. Rechnen Sie ehrlich mit: Ihre Zeit, die weiterlaufenden Hallenkosten, Anfragen von Leuten, die nur den Preis testen, und die Tatsache, dass Sie Demontage, Transport und die Diskussion über den Zustand nach dem Aufbau selbst führen.
Wenn Sie mehrere Wege parallel prüfen — und das sollten Sie —, verlangen Sie jedes Angebot schriftlich und verbindlich, mit Gültigkeitsdauer, und lassen Sie explizit festhalten, wer Demontage, Verladung, Transport, Trennung der Medienanschlüsse und Bodenreinigung trägt und wann gezahlt wird. Ein Bruttoangebot ohne diese Punkte ist mit einem Nettoangebot nicht vergleichbar. Der Unterschied liegt bei Großmaschinen im fünfstelligen Bereich.
Unsere Position: verbindliches schriftliches Angebot, sieben Tage gültig, 0 % Verkäuferprovision, Zahlung vor Abholung, Demontage und Transport durch uns. Gruppenweit hat MBR Machinery seit 2020 über 250 Transaktionen mit mehr als25 Mio. Euro Volumen in über20 Ländern auf 3 Kontinenten abgewickelt;78% der Erstangebote werden angenommen, die Reklamationsquote liegt bei0%. Das sind Konzernzahlen über alle Kanäle seit 2020 — nicht regionale Zahlen für Hessen oder Baden-Württemberg.
Termine und Fristen
In den meisten Fällen bestimmt nicht der Maschinenverkauf den Zeitplan, sondern der Mietvertrag. Das Datum der Hallenübergabe steht fest, und alles andere muss sich danach richten. Wer das früh durchrechnet, verkauft besser.
Gewerbemietverträge regeln den Zustand bei Rückgabe sehr unterschiedlich. Zwischen „besenrein" und „Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands" liegen bei einer Fertigungshalle erhebliche Summen. Prüfen Sie konkret, was für Ihre Fläche vereinbart ist:
Der teuerste Fehler ist, den Rückbau erst nach dem Maschinenverkauf zu prüfen. Dann sind die Maschinen weg, der Kran ist weg, die Halle ist leer — und für die Fundamente muss ein separater Trupp anrücken.
Planen Sie für Schritt 2 bis 5 einen Vorlauf von etwa sechs bis acht Wochen ein — bei Großmaschinen mit Schwertransport, Genehmigungen oder Kranstellung eher mehr. Und die unangenehme Wahrheit dazu: Wer vier Tage vor der Rückgabe verkauft, verhandelt aus der schwächsten denkbaren Position. Der Käufer weiß, dass die Halle leer sein muss, und das steht im Preis.
Steht die Maschine noch in einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag oder ist sie einer Bank sicherungsübereignet, brauchen Sie vor der Abholung die Ablösesumme und die schriftliche Freigabe des Vertragspartners. Klären Sie das parallel zur Bewertung, nicht danach — es ist der häufigste Grund für verschobene Abholtermine. Die Ablösung lässt sich in der Abwicklung direkt berücksichtigen, sodass Sie nur den Differenzbetrag erhalten oder ausgleichen.
Elektrische Zuleitungen, Druckluft, Kühlwasser, Absaugung: Das Trennen und Verschließen gehört in Fachhände und sollte protokolliert werden — freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert, sauber verschlossen. Wir koordinieren das Trennen im Rahmen der Demontage; die elektrische Freischaltung erfolgt durch einen Elektrofachbetrieb. Ins Übergabeprotokoll gehören Datum, Zählerstände, Zustand der Bodenflächen an den ehemaligen Maschinenstandorten, Bestätigung des Rückbaus, Zustand von Toren, Kranbahn und Beleuchtung sowie die Schlüsselübergabe — dazu eine datierte Fotodokumentation vor der Demontage, nach der Demontage und nach der Reinigung. Das kostet eine Stunde und erspart im Streitfall Monate.
Bei der Demontage werden Kühlschmierstoffe, Hydraulik- und Getriebeöle sowie sonstige Betriebsflüssigkeiten fachgerecht abgelassen und getrennt gesammelt. Für die Entsorgung beauftragen wir in Ihrem Namen einen zugelassenen Entsorgungsfachbetrieb; dieser stellt die Entsorgungsnachweise direkt an Sie als Eigentümer aus, der abfallrechtlich Abfallerzeuger bleibt. Wir selbst sind ausdrücklichkein Entsorgungsfachbetrieb und stellen keine Entsorgungsnachweise aus — wir organisieren die Beauftragung und stimmen die Termine mit der Demontage ab, damit Rückbau und Entsorgung in einem Zug laufen.
Was wir in diesem Ablauf übernehmen: Bewertung, verbindliches Angebot mit festem Abhol- und Zahlungstermin, Demontage bis rund 20 Tonnen mit eigenen Leuten, darüber bis in den Bereich um 100 Tonnen mit spezialisierten Riggern, Verladung, Transport — bundesweit und international. Auf Wunsch übergeben wir die Fläche besenrein.
Für Insolvenzverwalter
Wir arbeiten regelmäßig mit Insolvenzverwaltern zusammen und kennen die Anforderungen an Dokumentation, Termintreue und Nachvollziehbarkeit gegenüber Gläubigern.
Auf Anforderung erstellen wir ein schriftliches Marktwertgutachten als dokumentierte Grundlage für einen freihändigen Verkauf nach der InsO. Es enthält die Inventarisierung der Maschinen, eine Zustandsbewertung, eine begründete Marktwertspanne, die zugrunde gelegte Bewertungsmethode sowie Datum, Verfasser und Unterschrift. Ergänzend stellen wir eine Netto-Gegenüberstellung von Direktankauf und Auktion bereit — nach Provision, Räumungskosten und realistischem Zeitbedarf —, damit die wirtschaftlichere Variante belegbar ist.
Für die Abwicklung gilt, was auch sonst bei uns gilt: verbindliches schriftliches Angebot, Zahlung vor oder bei der Abholung, Demontage und Transport aus einer Hand, auf Wunsch besenreine Übergabe der Fläche.
Unser Marktwertgutachten ist ein Händlergutachten auf Basis realer Transaktionsdaten. Es istkein amtliches Sachverständigengutachten nach § 756 ZPO. Verlangt das Verfahren ein solches, sollte zusätzlich ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger hinzugezogen werden — das sagen wir vorab und nicht erst auf Nachfrage.
Ausführlich zu Ablauf, Unterlagen und Zusammenarbeit mit Verwaltern:Insolvenz-Maschinenverwertung →
Marke, Modell, Baujahr und ein paar Fotos genügen. Sie erhalten eine unverbindliche Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Räumungsdienstleister und einem Ankäufer. Ein Räumungsunternehmen stellt Ihnen eine Rechnung und rechnet den Wert Ihrer Maschinen bestenfalls dagegen an (Wertanrechnung). Wir kaufen die Maschinen und zahlen Ihnen den Kaufpreis — Demontage und Transport sind darin bereits berücksichtigt, eine Verkäuferprovision fällt nicht an. Ob unterm Strich ein positiver Betrag für Sie herauskommt, hängt vom Verhältnis zwischen Maschinenwert und Räumungsaufwand ab; bei einem Zerspanungsbetrieb mit gängigen CNC-Maschinen ist es in aller Regel positiv. Wir sagen Ihnen das Ergebnis vor der Unterzeichnung, nicht danach.
Bei einer Betriebs- oder Firmenauflösung wird das Unternehmen als Ganzes abgewickelt. Bei einer Fertigungs- oder Produktionsauflösung gibt ein weiterbestehendes Unternehmen nur seine eigene Fertigung auf — etwa beim Wechsel zu Zukauf. Eine Standortauflösung schließt einen von mehreren Standorten, die Produktion zieht um oder wird konsolidiert. Für die Maschinen ist der Ablauf in allen drei Fällen ähnlich; unterschiedlich sind Fristen, Vertraulichkeitsbedarf und wer intern entscheidet.
Das hängt an Volumen und Maschinengewicht. Rechnen Sie ab Angebotsannahme mit etwa sechs bis acht Wochen bis zur besenreinen Übergabe — bei Großmaschinen mit Schwertransport, Genehmigungen oder Kranstellung eher mehr. Der Engpass ist selten die Demontage selbst, sondern Genehmigungen, Kranstellflächen und der Rückbau von Fundamenten.
Ja. Wir stimmen den Demontageplan auf Ihren Auslaufbetrieb ab und arbeiten bei Bedarf abschnittsweise, außerhalb der Schichtzeiten oder am Wochenende. Ein freies Wochenende ist kalkulatorisch günstiger als eine Demontage neben laufenden Maschinen — das wirkt sich auf den Preis aus und wird vorher offengelegt.
Ja. Auf Wunsch unterzeichnen wir vor jeder Besichtigung eine Geheimhaltungsvereinbarung. Es gibt kein öffentliches Inserat und keinen Auktionskatalog mit Ihrer Adresse — das ist einer der Hauptunterschiede zur Auktion. Fahrzeuge ohne auffällige Beschriftung sind möglich, wenn Belegschaft oder Kunden es noch nicht wissen sollen.