
Direktankauf in Frankfurt am Main
Verbindliches schriftliches Angebot, sieben Tage gültig. Zahlung vor der Abholung. 0 % Verkäuferprovision. Demontage und Transport übernehmen wir.
MBR Machinery-Gruppe · seit 2020
Frankfurt ist keine Maschinenbaustadt im klassischen Sinn. Die Wertschöpfung liegt bei Finanzdienstleistung, Logistik und Chemie/Pharma — Industrie sitzt konzentriert in wenigen Korridoren. Im Westen der 460 Hektar große Industriepark Höchst mit rund 90 Unternehmen und etwa 20.000 Beschäftigten (Angaben des Standortbetreibers Infraserv Höchst), daneben die Infrasite Griesheim mit rund 30 überwiegend chemischen Betrieben auf rund 74 Hektar.
Im Osten bildet das zusammenhängende Gewerbeband Fechenheim-Nord/Seckbach mit rund 185 Hektar nördlich der Hanauer Landstraße bis zum Seckbacher Ried eines der größten Industrieareale der Stadt; südlich der Bahnlinie kommt der Industriepark Fechenheim auf dem früheren Cassella-Gelände mit rund 42,8 Hektar dazu (Flächenangaben des Stadtplanungsamts Frankfurt).
Metallverarbeitung findet in Frankfurt weniger in großen Werkshallen statt als in Gewerbehöfen. Entlang der Hanauer Landstraße zwischen Osthafen und Mainkur sitzen seit Jahrzehnten Lohnfertiger, Apparate-, Werkzeug- und Vorrichtungsbauer — meist Betriebe mit fünf bis dreißig Beschäftigten und einer Handvoll Maschinen, nicht mit ganzen Fertigungslinien.
Die industriellen Anker sind die Samson AG in Fechenheim (Weismüllerstraße, Regelventile und Stellgeräte, seit 1907 am Ort) und der Brems- und Fahrzeugelektronikstandort in Rödelheim an der Guerickestraße — das frühere Teves-Werk, seit der Abspaltung von Continental im September 2025 Sitz der börsennotierten Aumovio SE.
Frankfurt ist zugleich der Verbandssitz der Branche: VDMA und VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) residieren gemeinsam in der Lyoner Straße 18 in Niederrad, die KION Group steuert ihren Konzern aus Gateway Gardens am Flughafen, und die Messe Frankfurt richtet mit Achema und Formnext zwei Leitmessen der Prozess- und Fertigungstechnik aus.
Für den Gebrauchtmaschinenmarkt entscheidend ist ein Frankfurter Sondereffekt: Gewerbeflächen im Ostend und entlang der Hanauer Landstraße werden seit Jahren in Büro- und Wohnnutzung umgewidmet. Maschinen kommen hier überdurchschnittlich häufig aus Standortverlagerungen, Betriebsaufgaben und auslaufenden Mietverträgen — nicht aus Kapazitätsabbau in einer laufenden Fertigung.
Frankfurt gehört zum IHK-Bezirk Frankfurt am Main, der neben der Stadt auch den Hochtaunuskreis und den Main-Taunus-Kreis umfasst — also denselben Kammerbezirk wie unser Standort Eschborn.
Aus Frankfurt erreichen uns drei klar unterscheidbare Maschinengruppen. Erstens Werkstatt- und Instandhaltungstechnik aus der Prozessindustrie: konventionelle und CNC-Universaldrehmaschinen, Radialbohrmaschinen, Bohr- und Fräswerke, Metallbandsägen und Werkstattpressen aus den Betriebswerkstätten in Höchst, Griesheim und Fechenheim, die bei Umstrukturierungen oder beim Auslagern der Instandhaltung an Dienstleister frei wird. Zweitens Präzisionstechnik aus der Zulieferkette rund um Armaturen- und Bremsenfertigung: Drehzentren mit Stangenlader, Dreh-Fräs-Zentren, 4- und 5-Achs-Bearbeitungszentren, Rund- und Flachschleifmaschinen sowie Koordinatenmessgeräte. Drittens Blech- und Apparatebau aus den Gewerbehöfen entlang der Hanauer Landstraße: Faserlaser- und CO2-Laserschneidanlagen, Abkantpressen, Tafelscheren, Rundbiege- und Schweißtechnik. Die Losgrößen sind in Frankfurt typischerweise klein — häufig eine bis fünf Maschinen aus einem aufgelösten Betrieb. Ganze Fertigungslinien sind hier die Ausnahme, große Instandhaltungsmaschinen mit 30 bis 50 Betriebsjahren dagegen die Regel.
Von unserem Sitz in Eschborn sind es rund 12 Kilometer nach Frankfurt; Besichtigungen lassen sich in der Regel am selben oder folgenden Tag legen. Die Industriestandorte hängen direkt an A66, A5, A3, A648 und A661 — Höchst und Griesheim über die A66, Fechenheim und Seckbach über die A661 und die Hanauer Landstraße, Rödelheim über das Frankfurter Westkreuz, der Flughafenbereich über das Frankfurter Kreuz. Großraum- und Schwertransporte werden über VEMAGS bei Hessen Mobil genehmigt; im Osten der Stadt ist die Route entlang der Hanauer Landstraße wegen der Bahnunterführungen im Bereich des Ostbahnhof-Güterareals vorab auf Durchfahrtshöhen zu prüfen. Wasserseitig steht der Osthafen mit Kranumschlag und eigener Hafenbahn der HFM zur Verfügung, was bei Übersee-Vorläufen Richtung Rotterdam oder Antwerpen die Straßenstrecke deutlich verkürzt. Der eigentliche Engpass ist in Frankfurt fast nie die Autobahn, sondern der Hof: enge Toreinfahrten, fehlende Rampen, geteilte Anlieferzonen und Halteverbotszonen, die vorab bei der Stadt zu beantragen sind.
Ablauf
Marke, Modell, Baujahr, Steuerung mit Softwarestand, Spindelstunden — dazu Fotos von Maschine, Typenschild, Steuerungsseite und Arbeitsraum. Bei einem ganzen Park genügt zunächst die Maschinenliste.
Auf Basis der Unterlagen melden wir uns mit einer ersten Einschätzung zurück. Für ein verbindliches Angebot sehen wir uns die Maschinen vor Ort an — Zustand, Standort, Zufahrt, Fundament und Medienanschlüsse bestimmen den Demontageaufwand und damit den Preis.
Sieben Tage gültig, ohne Verkäuferprovision. Was enthalten ist — Demontage, Verladung, Transport, gegebenenfalls besenreine Übergabe — steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
Kaufvertrag mit festem Abhol- und Zahlungstermin. Gezahlt wird per Banküberweisung vor der Abholung — keine Maschine verlässt Ihre Halle ohne bestätigten Zahlungseingang. Demontage und Transport übernehmen wir.
Marke, Modell, Baujahr und ein paar Fotos genügen. Sie erhalten eine unverbindliche Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.
Nein, das ist in Frankfurt eher der Normalfall als die Ausnahme. Bei der Besichtigung nehmen wir Toreinfahrt, Durchfahrtshöhe, Deckenhöhe, Bodenbelastung und Rangierfläche auf und legen die Verladung darauf aus: Maschinenheber und Schwerlastrollen im Hof, Verladung per Stapler oder Autokran von der Straße aus. Für die Kranstellfläche beantragen wir bei der Straßenverkehrsbehörde eine temporäre Halteverbotszone und planen dafür Vorlauf ein. Termine legen wir dann in die frühen Morgenstunden, bevor der Verkehr auf der Hanauer Landstraße steht. Wenn eine Maschine nur in Baugruppen aus dem Gebäude kommt, sagen wir das vor dem Angebot — der Demontageaufwand steckt dann im Preis und nicht in einer Nachverhandlung.
Der Wert steckt fast nie in der Vorrichtung, sondern in der Basismaschine: Steuerungsgeneration, Spindelzustand, Achsen, Wartungshistorie, Betriebsstunden. Kundenspezifische Aufbauten, Greifer und Prüfstationen senken den Wert häufig sogar, weil ein Käufer sie zurückbauen muss. Wir bewerten aus tatsächlichen Verkaufsdaten vergleichbarer Maschinen, nicht aus Inseratspreisen, die über Monate ungeprüft online stehen. Klären Sie vorab, wem Vorrichtungen und Sonderwerkzeuge gehören — bei Zulieferverträgen ist das oft der Auftraggeber, und dann darf nur die Maschine ohne Aufbau verkauft werden. Häufig ist genau das auch die wirtschaftlichere Variante.
Nach vollständigen Unterlagen — Typenschild, Baujahr, Steuerung, Betriebsstunden, Fotos — melden wir uns kurzfristig zurück; gruppenweit liegt unsere durchschnittliche Reaktionszeit seit 2020 bei rund 18 Stunden. Das schriftliche Angebot ist verbindlich und sieben Tage gültig, die Bezahlung erfolgt vor der Abholung, den Demontagetermin richten wir nach Ihrem Räumungsdatum. Verkäuferprovision fällt keine an. Ehrlich bleibt: Bei stark abgewirtschafteten Geräten ohne Wiederverkaufskanal kann ein Angebot ausfallen. Dann sagen wir Ihnen das, statt Ihnen einen Räumungsauftrag zu verkaufen.
Ja. Bis rund 20 Tonnen demontieren wir mit eigenen Leuten, darüber bis in den Bereich um 100 Tonnen mit spezialisierten Riggern. Verladung und Transport organisieren wir bundesweit und international. Für den Verkäufer entstehen dafür keine Kosten — der Aufwand ist im Angebot berücksichtigt.
Vor der Abholung. Der Betrag und der Zahlungstermin stehen im schriftlichen Kaufvertrag, bevor eine Maschine bewegt wird. Wir arbeiten ausschließlich per Banküberweisung, nicht mit Bargeld.