
Direktankauf in Fulda
Verbindliches schriftliches Angebot, sieben Tage gültig. Zahlung vor der Abholung. 0 % Verkäuferprovision. Demontage und Transport übernehmen wir.
MBR Machinery-Gruppe · seit 2020
Der IHK-Bezirk Fulda ist räumlich deckungsgleich mit dem Landkreis Fulda und vertritt rund 14.500 Mitgliedsunternehmen. 2023 hatte er mit durchschnittlich 3,3 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller hessischen IHK-Bezirke (IHK Fulda). Wirtschaftlich ist Osthessen kein Standort für Großserien-Antriebstechnik, sondern für Anlagen-, Sondermaschinen- und Automatisierungsbau — mit auffällig vielen inhabergeführten Mittelständlern in zweiter und dritter Reihe.
Die bekanntesten Namen stehen genau dafür. EDAG entwickelt Fahrzeuge und Produktionsanlagen und beschäftigt am Standort Fulda rund 1.400 der weltweit etwa 8.400 Mitarbeiter. FFT Produktionssysteme mit Hauptsitz in Fulda baut komplette Fertigungs- und Montageanlagen für Automotive und Aerospace und hat die Kapazität am Hauptstandort mit dem Ausbau in Fulda-West auf rund 700 Beschäftigte erweitert. JUMO fertigt in Fulda industrielle Sensor- und Automatisierungstechnik — über 2.500 Mitarbeiter weltweit, davon rund 1.400 am Standort Fulda. HUBTEX Maschinenbau baut seit 1981 in Fulda Mehrwege-Seitenstapler und Schwerlast-Sonderfahrzeuge, mit weiterem Standort in Petersberg.
Osthessen erlebt zugleich einen deutlichen Strukturbruch. Goodyear hat die Reifenproduktion in Fulda zum 30. September 2025 eingestellt — nach über 125 Jahren Industriegeschichte am Standort und mit rund 1.050 betroffenen Arbeitsplätzen. Auf der anderen Seite steht rund 15 km südwestlich der Stadt das K+S-Kaliwerk Neuhof-Ellers mit etwa 750 Beschäftigten und rund vier Millionen Tonnen Rohsalzförderung im Jahr — ein Bergbau- und Verarbeitungsstandort mit eigenen, gut ausgestatteten Instandhaltungswerkstätten.
Räumlich konzentriert sich die Industrie im Westen der Stadt. Der Industriepark Fulda-West bei Rodges wurde ab 1979 entwickelt, umfasst über 102 Hektar und beherbergt mehr als 80 Betriebe mit rund 3.500 Beschäftigten — vom Dienstleister bis zum international tätigen Anlagenbauer. Dazu kommen das Gewerbegebiet Lehnerz, der Industriepark Rhön in Eichenzell und das Industrie- und Gewerbegebiet Am Eichenzeller Weg; ein weiteres Gewerbegebiet bei Dietershan mit rund 17 Hektar ist in Planung.
Der Fuldaer Anlagen- und Sondermaschinenbau arbeitet an großen Bauteilen und in Projektlogik. Typisch sind Fahrständer- und Portalfräsmaschinen mit langen X-Wegen, Horizontal-Bohrwerke und Bettfräsmaschinen, dazu Blechbearbeitung mit Faserlasern und Abkantpressen ab drei Metern Länge sowie Schweiß- und Richtplätze. Weil solche Betriebe projektbezogen aufrüsten, wird nach Projektende regelmäßig eine einzelne große Maschine frei — nicht der ganze Park. Aus der Mess- und Regeltechnik kommt das Gegenteil: Kleinteilefertigung mit Langdrehautomaten, kompakten Dreh-Fräs-Zentren, Präzisionsschleifmaschinen und Spritzgießmaschinen für Gehäuse und Fühlerkörper. Der Fahrzeug- und Staplerbau bringt schwere Schweißkonstruktionen mit, also große Schneid- und Kanttechnik sowie Bohr-Fräs-Werke für Rahmen- und Mastteile. Die Kunststoff- und Gummitradition der Region — historisch von der Reifenfertigung getragen — hat einen dichten Formen- und Werkzeugbau hinterlassen: HSC-Fräsmaschinen, Senk- und Drahterodiermaschinen, Tiefbohrmaschinen für Temperierbohrungen. Aus Bergbau- und Chemieinstandhaltung stammen dagegen überwiegend konventionelle Maschinen: schwere Leit- und Zugspindeldrehmaschinen, Radialbohrmaschinen, Karusselldrehmaschinen. Diese Klasse erzielt heute oft nur noch niedrige Beträge oder Materialwert. Das sagen wir vorab, statt einen Besichtigungstermin zu machen und dann abzuwinken.
Fulda liegt am Autobahndreieck Fulda, wo die A66 aus Richtung Frankfurt in die A7 Kassel–Würzburg übergeht; die Anschlussstellen Fulda-Nord und Fulda-Süd erschließen die Stadt, der Industriepark Fulda-West ist über die B254 Richtung Lauterbach angebunden, dazu die B27 in Nord-Süd-Richtung. Das Dreieck liegt rund 85 km nordöstlich von Frankfurt; von unserem Sitz in Eschborn sind es über den Korridor A66/A7 rund 110 km, in der Regel gut eine Stunde und zwanzig Minuten. Einen Wasserweg gibt es nicht — Schwerlast läuft komplett über die Straße, und die Engstelle sind nicht die Autobahnen, sondern die Rhön-Bundesstraßen mit Steigungen und engen Ortsdurchfahrten. Transporte über 20 Tonnen planen wir deshalb konsequent über A7 und A66.
Ablauf
Marke, Modell, Baujahr, Steuerung mit Softwarestand, Spindelstunden — dazu Fotos von Maschine, Typenschild, Steuerungsseite und Arbeitsraum. Bei einem ganzen Park genügt zunächst die Maschinenliste.
Auf Basis der Unterlagen melden wir uns mit einer ersten Einschätzung zurück. Für ein verbindliches Angebot sehen wir uns die Maschinen vor Ort an — Zustand, Standort, Zufahrt, Fundament und Medienanschlüsse bestimmen den Demontageaufwand und damit den Preis.
Sieben Tage gültig, ohne Verkäuferprovision. Was enthalten ist — Demontage, Verladung, Transport, gegebenenfalls besenreine Übergabe — steht im Angebot, nicht im Kleingedruckten.
Kaufvertrag mit festem Abhol- und Zahlungstermin. Gezahlt wird per Banküberweisung vor der Abholung — keine Maschine verlässt Ihre Halle ohne bestätigten Zahlungseingang. Demontage und Transport übernehmen wir.
Marke, Modell, Baujahr und ein paar Fotos genügen. Sie erhalten eine unverbindliche Einschätzung innerhalb von 24 Stunden.
Von Eschborn sind es rund 110 km über den Korridor A66/A7 bis zum Autobahndreieck Fulda; die Zufahrt zum Industriepark über die B254 ist für Sattelzüge mit Tiefbett unkritisch. Für die Ersteinschätzung brauchen wir kein Vor-Ort-Termin: Typenschild, Baujahr, Steuerung, Betriebsstunden und einige Bilder reichen. Darauf antworten wir im Gruppendurchschnitt seit 2020 in rund 18 Stunden. Erst danach kommen wir zur Besichtigung — damit Sie keinen Termin für ein Gespräch verbrauchen, das auch am Telefon möglich gewesen wäre.
Das hängt stark davon ab, was genau dasteht. Instandhaltungswerkstätten aus der Gummi- und Reifenverarbeitung bestehen typischerweise aus konventionellen Universaldrehmaschinen, Radialbohrmaschinen und Flachschleifmaschinen — dafür ist der internationale Markt dünn, entsprechend klein sind die Beträge. Formen- und Werkzeugbau ist die Ausnahme: CNC-HSC-Fräsmaschinen, Drahterodiermaschinen und Tiefbohrmaschinen jüngerer Baujahre lassen sich gut weitervermitteln. Wir bewerten anhand tatsächlich erzielter Verkaufspreise, nicht anhand von Inseratspreisen — und sagen Ihnen offen, wenn für einen Teil des Bestands kein Angebot zustande kommt.
Ja, gerade in Osthessen ist das der Normalfall statt der Ausnahme. Demontage bis 20 Tonnen führt unser eigenes Team aus, darüber arbeiten wir mit spezialisierten Riggern bis 100 Tonnen. Vorab klären wir drei Dinge: Fundament- und Ankersituation, verfügbare Hallenkranlast und die Torhöhe auf dem Weg nach draußen. Bezahlt wird vor der Abholung, Provision fällt für Sie keine an.
Ja. Bis rund 20 Tonnen demontieren wir mit eigenen Leuten, darüber bis in den Bereich um 100 Tonnen mit spezialisierten Riggern. Verladung und Transport organisieren wir bundesweit und international. Für den Verkäufer entstehen dafür keine Kosten — der Aufwand ist im Angebot berücksichtigt.
Vor der Abholung. Der Betrag und der Zahlungstermin stehen im schriftlichen Kaufvertrag, bevor eine Maschine bewegt wird. Wir arbeiten ausschließlich per Banküberweisung, nicht mit Bargeld.